Morio Muskat

Weiße Sorten :: Morio Muskat

  • Allgemeines: Die weiße "Pfälzer" Sorte wurde 1928 von Peter Morio am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen gekreuzt. Der Züchter gab als Eltern Silvaner und Weißburgunder an. Eine DNA-Analyse widerlegte dies und bestimmte Silvaner und Gelber Muskateller als Kreuzung, was der deutlichen Muskatnote der Sorte entspricht. Mori-Muskat ist in den südlichen deutschen Weinbauregionen beheimatet, vereinzelt und in geringem Umfang auch in der Schweiz, Österreich, Südafrika und Kanada. Als Massenträger in schwächeren Lagen hat er einen geringen Anbauwert, weswegen die bestockte Fläche seit einigen Jahren zurückgeht. Sortenrein in mittleren Lagen kann man Mori-Muskat jedoch spritzige, aromaelegante Weißweine erzielen.
  • Traube: Die Trauben sind mittelgroß, kompakt, leicht geschultert bis walzenförmig. Die runden, mittelgroßen Beeren sind grüngelb mit typisch dünne Beerenhaut.
  • Wein: In guten Jahren und bei Vollreife ausgebaut zeigen sich die Weine goldgelb mit einem typischen Muskatton, der jedoch nicht überparfümiert wirkt. Am Gaumen zeigen sich diese Weine vollmundig bei spritziger Säure.
  • Anbauempfehlung: Die Sorte bevorzugt tiefgründige, nährstoffreiche Böden. Die Klone 15 und 23 der neueren Generation sind moderater in den Erträgen und zeigen in guten Lagen sehr ansprechende Basisqualitäten.
Neue Klone mit höherer Qualität
  • 15, 23

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