Gutedel Weiß

Weiße Sorten :: Gutedel weiß

  • Allgemeines: Diese Rebsorte gilt als eines der ältesten Kulturzeugnisse überhaupt. Zur Jahrtausendwende feiert das Markgräflerland "ihren" Guteldel und dessen 5000 Jahre Weingeschichte, die vermutlich im Nildelta Ägyptens begann. Die Sorte trägt in der Westschweiz und Frankreich den Namen "Chasselas" und "Fendant" im Wallis. Damit sind die derzeitigen Anbaugebiete mit insgesamt 3.000 ha umrissen. Über diese Wege ist die Sorte im 18. Jahrhundert durch Markgraf Friedrich von Baden in das Gebiet zwischen Freiburg und Schweizer Grenze und nördlich bis nach Sachsen gelangt. Im Markgräfler Land sind ca. 1.100 ha mit Gutedel bestockt, in Sachsen haben sich durch die Geschichte immerhin symbolische 25 ha erhalten.
  • Traube: Die Trauben sind groß, länglich, auch leicht geschultert und lockerbeerig. Die großen, runden Beeren sind grüngelb bis bräunlich auf der Sonnenseite mit dünner, robuster Schale. Im Geschmack ist die Sorte saftig bis knackig süß.
  • Wein: Gutedel zählt zu den eher neutralen Sorten, der je nach Standort und Kellermeister die Bodeneigenschaften geschmacklich gut darstellen kann. Gutedel will das Spektrum leichter, bekömmlicher Weine mit wenig Säure abdecken, die jahrgangsnah ein frischer unkomplizierter Genuss sind.
  • Anbauempfehlung: Beste Bedingungen findet der Gutedel auf fruchtbarem Boden in windgeschützter Lage. Auch Kalkböden sagen ihm zu. Hier zeigt er seinen charakteristisch kräftigen Wuchs, der auch von starker Geiztriebbildung begleitet wird.
Klassische Klone
  • Scho 2, Fr 36-5, Fr 32
  • D 26, D 50, D 136 S
  • Z 59-15, Z 59-22

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