Dunkelfelder

Rote Sorten :: Dunkelfelder

  • Allgemeines: Der ursprüngliche Sortenname "Purpur" wurde 1980 vom Bundessortenamt beim Eintrag in die Sortenliste abgelehnt. Ersetzt durch "Dunkelfelder" weist der Sortenname gleichzeitig auf die tiefdunkle Farbe und die nebulöse Herkunft der Sorte hin. Im pfälzischen Edenkoben züchtete Gustav Fröhlich vermutlich vor 1930 die Sorte, jedoch blieben keine Unterlagen über die Kreuzung erhalten. Im benachbarten Rhodt wurden Stecklinge der Pflanzen 276 a und b angepflanzt und bilden bis heute den Ursprung der Züchtungen der Forschungsanstalt Geisenheim, dem offiziell eingetragenen Erhaltungszüchter der Sorte. Als Kreuzungspartner hat eine DNA-Analyse Ende der 1990er Jahre die Elternsorten Madeleine Angevine und Färbertraube ("Teinturier du Cher") ermittelt. Die Sorte hat zur Farbunterstützung in Cuvées eine untergeordnete Rolle in der Pfalz, Baden und Rheinhessen.
  • Traube: Die mittelgroßen Trauben sind breit gedrungen und oft stark geschultert bis geteilt. Die Beeren sind rund bis leicht oval. Charakteristisch ist die Beerenhaut vor der Reife oft grün bis rotfleckig. Mit zunehmender Ausreifung werden die Trauben graurot, rotblau bis blauschwarz und duften.
  • Wein: Aufgrund der tiefdunklen, violetten, fast schwarzen Farbe wird Dunkelfelder im Cuvée zur Farbintensivierung eingesetzt. Sortenrein ausgebaut findet man ihn selten. Bei entsprechendem Ausbau präsentiert er sich in der Nase mit Kirschfrucht und roten Beerenfrüchten, besticht durch eine milde Säure bei kräftiger Gaumenfülle.
  • Anbauempfehlung: Wegen des sehr frühen Austriebs sollten die Lagen sicher frostfrei sein. Die Sorte gedeiht aufgrund ihres schwachen Wuchses gut auf fruchtbaren, feuchten Böden und starkwüchsige Unterlagen. Die Sorte ist sensibel gegen Oidium. Die leichte Verrieselungstendenz kommt einer aufgelockerten Traubenstruktur entgegen. Aufgrund der sehr frühen Reife sollte bei der Lagenauswahl auf spätere und kühlere Lagen geachtet werden.
Klassische Klone, hoher Ertrag
  • N 100
  • Gm 1

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