Dornfelder

Rote Sorten :: Dornfelder

  • Allgemeines: Die Erfolgsgeschichte des Dornfelder begann 1955 in Württemberg an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg. August Herold, züchtete "den" deutschen Rotwein aus den Sorten Helfensteiner und Heroldrebe. Immanuel Dornfeld wurde die Sorte gewidmet. Er gab in den Jahren 1910 bis 1920 der ältesten deutschen Obst- und Weinbauschule als geistiger Vater entscheidende Impulse. Anfänglich als Deckrotwein zum Verschnitt mit farbschwächeren Rebsorten gedacht, gewann die Sorte in Deutschland sehr schnell als eigenständige Sorte Bedeutung und Renomée als ein ausgereifter, beliebter Rotweintyp. Gab es in den 70er Jahren nur knapp 100 ha in Deutschland, findet man Dornfelder als klimarobuste, ertragssichere und ausreifende Sorte auf nahezu 8 % der deutschen Anbaufläche (8.300 ha) in allen Weinanbaugebieten des Landes.
  • Traube: Die Sorte hat typisch sehr große, lange, geschulterte Trauben, die jedoch fast immer lockerbeerig bleiben. Die runden bis leicht ovalen Beeren sind mittel bis groß. Die dicke Beerenhaut färbt sich blaugrau bis tief dunkel und ist beduftet.
  • Wein: Fruchtig, tiefdunkel bis blaurot und je nach Reife und Ausbauart zart bis markant mit Aromen von Sauerkirsche, Brombeere und Holunder - so präsentieren sich Weine des Dornfelders, der sowohl von der Maischeerhitzung als auch Vergärung auf der Beerenhaut und anschließendem Ausbau im Holzfass profitieren kann.
  • Anbauempfehlung: Dornfelder ist trockensensibel und bevorzugt deshalb tiefgründige, gut wasserversorgte Lagen. Aufgrund des sehr starken Wuchs ist die Sorte empfindlich gegen Windbruch. Aufgrund der großen Blätter und geringer Geiztriebbildung sollte mit Entblätterung vorsichtig umgegangen werden. Der Reifezeitpunkt ist als mittel einzuschätzen. Aufgrund der aufgelockerten Trauben und dicken Beerenhaut zeigt sich relativ die Sorte robust gegen Botrytis. Gegen Oidium sollte jedoch eine gute Pflanzenpflege betrieben werden.
Einziger Klon
  • We 700

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