Chardonnay

Weiße Sorten :: Chardonnay

  • Allgemeines: Chardonnay ist weinbaulich ein Kosmopolit. Im Anbau ist er nicht auf die gemäßigten Bedingungen seiner burgundischen Heimat angewiesen, sondern findet in allen Klimazonen weltweit Verbreitung. Oft wird Chardonnay bezüglich seiner Herkunft von der Burgunderfamilie vereinnahmt, was geographisch stimmt. Die Weine von den kalkhaltigen Böden der Burgunderdörfer Meursault, Puligny-Montrachet und Chablis sowie sein Anteil in den Champagner-Cuvées haben ihm zu Weltruf verholfen. Genotypisch ist er laut DNA-Analysen jedoch das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung von Pinot und Gouais Blanc (Heunisch). In der weltweiten Anbaufläche macht der Chardonnay dem Riesling Konkurrenz. Auch in Deutschland nimmt die Fläche auf ca. 1,5 % zu, ohne jedoch dem Riesling zu nahe zu treten. Pionierbetriebe der Pfalz wie das Weingut Rebholz mit kollegialen Verbindungen nach Frankreich haben die Sorte Ende der 1980er Jahre im Versuchsanbau gepflanzt. Seit 1991 ist Chardonnay offizieller Teil der Sortenliste.
  • Traube: Die Traube ist typisch zylindrisch aufgebaut, oft ergänzt durch ein bis zu zwei Schultern. Die überwiegend runden Beeren sind dünnschalig und grüngelb in der Farbe. Mit zunehmender Reife färbt sich die Beerenhaut goldgelb bis bernsteinfarben. Bei aufrechtem, mittel bis stärkerem Wuchs zeigt die Sorte eine verminderte Geiztriebbildung und gute Holzreife, sowie zufriedenstellende Winterfrosthärte.
  • Wein: Der Chardonnay eignet sich hervorragend für den Ausbau in Holzfässern. Ausgeprägt ist bei primärfruchtigen Weinen der Duft nach Honigmelone, Aprikose und reifer Ananas. Der Ausbau im Barrique ergänzt dieses Duftspektrum durch Vanille, Trockenfrüchten, Toast und Karamell und erzeugt körperreiche, vielschichtige Weine.
  • Anbauempfehlung: Bezüglich Standort und Lage ist der Chardonnay anspruchsvoll. Warme aber gut durchlüftete Standorte dienen der Ausreifung und senken den Pilzdruck. Chardonnay ist latent anfällig gegen Oidium. Eine dezente Neigung zur Verrieselung spricht für windgeschützte Lagen, um die Blühfestigkeit zu erhöhen.
Klassische Klone, hoher Ertrag

Weitere Klone:

  • Gm 1, Gm 2, Gm 3
  • INRA 96, INRA 277
  • D 250, D 260, D 271
  • SMA 130, St 130
Klassische Klone, mittlerer Ertrag

Weitere Klone:

  • INRA 75, INRA 117,INRA 118, INRA 119,
  • D 253, D 259, D 263, D 264
  • D 269, D 278
  • Fr 150, Fr 151, Fr 152
  • Gm 50, Gm 51, Gm 52, Gm 53, Gm 54
  • SMA 123, SMA 127
Klassische Klone, mittlerer Ertrag, aufgelockert

Weitere Klone:

  • IINRA 76, INRA 121
Duftige Klone, niedriger Ertrag

Weitere Klone:

  • D 258, D 261, D 276
  • Fr 155

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