Bacchus

Weiße Sorten :: Bacchus

  • Allgemeines: Am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof im südpfälzischen Siegeldingen kreuzten Peter Morio und Bernhard Husfeld Silvaner x Riesling x Müller Thurgau 1933 zur neuen Sorte Bacchus. Zu damaliger Zeit war der Anbauwert aufgrund der frühen Reife mit hohen Mostgewichten bei niedriger Säure beachtlich. Die meiste Verbreitung fand Bacchus in Rheinhessen und Franken, die bis heute Anbauanteile von ca. 800 ha besitzen. Eine beachtliche Renaissance erlebt die Sorte aktuell im Vereinigten Königreich. In den neu angelegten Weinbaugebieten südlich von London widmen sich die Winzer dem Bacchus mit beachtlichen Resultaten im Weinanbau und der Oenologie.
  • Traube: Die Trauben sind geschultert und dichtbeerig. Die mittelgroßen Beeren sind oval bis rund, von gelbgrüner Farbe mit leichtem Muskatgeschmack. Die Sorte zeigt einen mittlerem bis starkem Wuchs und eine gute Frostfestigkeit, die mit der positiven Holzreife einhergeht.
  • Wein: Bacchusweine sind blumig, fruchtig und leger. Gelangen die Trauben zur Vollreife, dann werden die Weine extraktreich, bukettbetont und erinnern an Scheurebe.
  • Anbauempfehlung: Bacchus zeigt eine breite Anbaueignung. Auf sehr wüchsigen und nassen Standorten neigen die Beeren jedoch leicht zum Aufplatzen und Fäulnis.

Klassische Klone:

  • Gf 1, St 14

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